Italienisches Olivenöl – Das müssen Sie wissen

Italienisches Olivenöl ist eines der wertvollsten Lebensmittel, die das Land zu bieten hat. Es ist nicht nur gesund, sondern schmeckt auch hervorragend. Doch bei der Auswahl des richtigen Olivenöls gibt es einiges zu beachten. In diesem Beitrag erfahren Sie alles über das italienische Olivenöl und worauf es ankommt, damit Sie bei Ihrem nächsten Einkauf die richtige Wahl treffen.

Olivenöl – das goldene Öl der Mediterranen Küche

Olivenöl ist ein unverzichtbarer Bestandteil der mediterranen Küche. Es verleiht vielen Gerichten ein unvergleichliches Aroma und eine hervorragende Geschmacksnote. Die besten Olivenöle stammen aus Italien, Spanien und Griechenland. Doch auch in anderen Ländern der Mittelmeerregion, wie zum Beispiel in Marokko, Tunesien und Israel, werden hochwertige Olivenöle produziert.

In Deutschland ist Olivenöl vor allem in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Dies ist sicherlich auch dem gestiegenen Bewusstsein für die gesundheitlichen Vorteile von Olivenöl zu verdanken. Olivenöl ist reich an gesunden Omega-3-Fettsäuren und enthält außerdem viele wichtige Vitamine und Mineralien. Es wird daher häufig als „gesundes Öl“ bezeichnet.

Olivenöl ist aber nicht nur gesund, sondern auch sehr vielseitig. Es eignet sich sowohl für die kalte Küche als auch für die Zubereitung von warmen Gerichten aller Art. Es kann beispielsweise zum Salatdressing oder zur Herstellung von Pesto genutzt werden.

Wenn Sie also Olivenöl in Ihrer Küche verwenden möchten, sollten Sie unbedingt auf ein hochwertiges Produkt zurückgreifen. Achten Sie dabei am besten auf die Herkunft des Öls und kaufen Sie es am besten in einem gut sortierten Fachgeschäft oder online bei einem vertrauenswürdigen Händler.

Herkunft und Geschichte 

In ganz Italien wachsen über 100 Millionen Olivenbäume aller Art. Die stachelige Wildolive Oleaster wurde schon vor vielen 100 Jahren in der sardischen Macchia angebaut. Der Anbau von Oliven ist eine gewaltige kulturelle Leistung, die regelmäßiges Ackern, Beschneiden, Ernten zum richtigen Zeitpunkt, Mahlen der Früchte, Filtern und Lagern des Endprodukts umfasst und vor allem Geduld erfordert. Erst nach 20 Jahren beginnen die Bäume, die über 1000 Jahre alt werden können, Erträge abzuwerfen. Die Tatsache, dass das Fällen fremder Olivenbäume mit dem Tod bestraft wurde, ist also kein Wunder.

Olivenöl: Wildolive Oleaster
Hier sehen Sie eine Wildolive Oleaster mit zahlreichen Früchten.

Olivenöl und Oliven sind ein wesentlicher Bestandteil der mediterranen Ernährung. Die Kultur des Anbaus von Olivenbäumen begann im Nahen Osten, wo bereits um 4000 v. Chr. erfolgreiche Züchtungen vorhanden waren. Seit der Antike gelten eingelegte grüne oder schwarze Oliven als beliebte Beilage zu Brot.

Rom wandte sich auch Olivenöl zu. Während Konstantins Regentschaft soll es scheinbar über 2500 Lager existiert haben, in denen Einwohner mit Speise- und Lampenöl versorgt wurden. Die meisten dieser Lager befanden sich an der Küste Spaniens und Nordafrikas, welche als Hauptproduzenten der Ölfrucht galten. 

Aufgrund der heiligen Bedeutung von Öl für das Christentum wurden Tag und Nacht vor den Altären Öllämpchen entzündet. Diese Zeremonie forderte im Mittelalter sogar den Olivenölanbau in der italienischen Region Piemont, obwohl das Klima hierfür nicht geeignet war und immer noch ist. In vielen Regionen Italiens, wo sich das Klima nicht für den Anbau von Olivenbäumen eignet, galt Olivenöl als ein teureres Gut als Tierfett.

In den italienischen Regionen Apulien, Toskana und Umbrien werden die meisten Olivenölbäume angebaut. Das nördlichste Olivengebiet Italiens ist bekannt für seine extrem niedrigen Säurewerte. Die teuersten und renommiertesten Öle werden nahe Lucca gepresst.

Wissenswertes

Um sicherzustellen, dass das Olivenöl tatsächlich aus Italien stammt und keine Chemikalien enthält, sollten Sie nur Öle kaufen, die mit dem DOP-Siegel und der Aufschrift “ottenuto direttamentedalle (proprie) olive e unicamente con procedimenti meccanici” (mechanische Direktpressung) versehen sind.

Moderne Gärtner pflanzen mittlerweile lieber kleinere Arten von Olivenbäumen, welche einen jährlichen Ertrag bringen und leichter zu schütteln bzw. zu ernten sind. Produzenten aus Apulien und Sizilien haben begonnen, Olivenöl nach verschiedenen Sorten zu klassifizieren.

Italienisches Olivenöl: Ein kleiner Überblick über die verschiedenen Sorten

Als Olivenöl der höchsten Klassifizierung gilt “natives Olivenöl extra” oder “extra vergine”, welche immer kaltgepresst sind. Das bedeutet, dass die Temperatur beim Pressen der Oliven 27 Grad nicht übersteigen darf. Diese Methode ist besonders schonend und stellt sicher, dass die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Olivenöl der höchsten Güteklasse muss zudem aus der ersten Pressung der Oliven stammen, außerdem muss die Herkunft der Oliven genannt werden. Zudem darf das gepresste Öl maximal 0,8 Prozent freie Fettsäuren enthalten.

Die Klassifizierung “natives Olivenöl” bezeichnet ein kaltgepresstes Öl, welches in der Regel aus der zweiten Pressung der Oliven stammt. Der Gehalt an freien Fettsäuren darf bis zu zwei Prozent betragen, was etwas höher ist als bei anderen Güteklassen.

Besteht die Bezeichnung eines Öls nur aus “Olivenöl”, wird dieses zu einer der untersten Qualitätsstufen zugeordnet, die in Deutschland gekauft werden kann. Es besteht aus einer Mischung aus nativem und raffiniertem Olivenöl. Dabei ist das native Olivenölpressprodukt gereinigt und wurde meistens unter hohen Temperaturen gepresst.

Die Klassifizierung der italienischen Olivenöle

Natives Olivenöl extra (Olio d´Oliva Extra Vergine)

Natives Olivenöl (Olio d´Oliva Vergine)

Lampantöl (Olio di Oliva lampante)

Olivenöl (Olio d´Oliva)

Oliventresteröl (Olio di Sansa)

Autorin: Lana Menke
Autorin: Lana Menke

Lana ist Pasta-Expertin und Herausgeberin von Cucina Amore. Sie lebt seit 2022 in Italien und berichtet von ihren Erfahrungen und Erkenntnissen im Cucina Amore Blog.

Über Cucina Amore

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